Argumente für Großkreis implodieren

Wie jetzt bekannt wurde, hat Göttingens Landrat Bernhard Reuter bei der Haushaltseinbringung 2013 vorgeschlagen, die Kreisumlage deutlich zu erhöhen. Die Goslarsche Zeitung berichtet unter Berufung auf den Göttinger „Extra Tipp“, eine Erhöhung um 4 Prozent sei im Landkreis Göttingen geplant.

Noch vor kurzem wurde in der Fusionsdebatte bei einer Harz-Fusion von Osterode und Goslar vor der höheren Kreisumlage gewarnt, die in Goslar zu zahlen sei. Mittlerweile hat der Landkreis Goslar jedoch bereits eine Senkung um 1,8 Prozent angekündigt.

Nach und nach implodieren jetzt alle für den Großkreis aufgebauschten Argumente“, so Dr. Thomas Grammel, „und dies ist der einzige Grund, weswegen die Befürworter einer Fusion mit Northeim und Göttingen jetzt krampfhaft und überhastet den Bürgerentscheid auf den 2. Dezember terminiert haben.“

Die Bürgerinitiative kritisiert, dass durch diesen Termin knapp 24.000 Euro unnötige Mehrkosten entstehen, hat den Bund der Steuerzahler über diesen Vorgang informiert und behält sich juristische Schritte vor.

Noch billiger als ein Bürgerentscheid wäre es allerdings, wenn die politisch Verantwortlichen endlich erkennen, dass kaum noch ein Bürger begreift, weswegen der Großkreis die für Osterode bessere Lösung sein soll, und die Verhandlungen mit Northeim und Göttingen freiwillig beendeten. Noch ist Zeit für vernünftige Entscheidungen zum Wohle der Landkreisbevölkerung, und noch ist auch die Tür für eine Harzer Lösung nicht vollkommen verschlossen“, so Jon Döring, „vermutlich werden jedoch erst die Menschen an der Wahlurne entscheiden, wohin die Reise geht. Aber auch das ist eine Chance für eine echte basisdemokratische Bürgerbeteiligung, für die die BI lange gekämpft hat. Jeder Einwohner des Landkreises sollte dieses Mitbestimmungsrecht am 2. Dezember unbedingt wahrnehmen.“