Bürgerinitiative „Für Osterode“ erfährt auf breiter Front Unterstützung Delegation der Northeimer Bürgerinitiative zu Gast in Osterode

Die Initiatoren der Bürgerinitiative „Für Osterode“ freuen sich über breite Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger, aber auch von Vereinen, Verbänden, Geschäftsleuten sowie den  Bürgerinitiativen der Nachbarkreise Göttingen und Northeim. Gestern begrüßte Dr. Thomas Grammel Vertreter der Northeimer Bürgerinitiative um den Northeimer Kreistagsabgeordneten Lothar Baumelt, um sich gegenseitig über die Aktionen und den Sachstand der bald in allen drei Landkreisen laufenden Bürgerbegehren gegen den Großkreis Südniedersachsen zu informieren.

Dr. Grammel gab nach Auszählung aller bereits vorliegenden Listen den aktuell ermittelten Unterschriftenstand bekannt: „Uns liegen zurzeit 3.412 Unterschriften und damit bereits nach nur einem Monat Sammlung die Hälfte der notwendigen Unterschriften vor. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entwicklung und werden bis zu den Sommerferien die Sammlung abschließen können.“

„Damit wird der Weg frei für einen Bürgerentscheid nach § 32 NKomVG. Das erklärte Ziel der Bürgerinitiative, alle Bürger des Landkreises in einer demokratischen Abstimmung über die Zukunft des Landkreises selbst entscheiden zu lassen, rückt näher“, so Döring, „und löst die Fusionsfrage endlich von parteipolitischen Interessen los.“ Döring bedankte sich bei den Bürgerinitiativen Bad Lauterberg und Bad Grund sowie bei zahlreichen engagierten Einzelsammlern für die umfangreiche Unterstützung.

Besonders wichtig sei eine durchdachte Fusionsentscheidung, weil Sachthemen, wie die zukünftige Entwicklung in der Wirtschaftsförderung, wie sie durch die erfolgreiche Arbeit der Inititaive Zukunft Harz begonnen wurde, weiter positiv entwickelt und durch lokal wirksame Maßnahmen ergänzt werden könnten. Da Landkreise Schulträger seien, bedeute eine Fusion auch immer einen Wandel in der Bildungspolitik. Die Region Hannover habe nach ihrer Entstehung beispielsweise fünf Berufsschulen geschlossen und eine große Zahl von Bildungsgängen gegen den Widerstand von Eltern, Schülern und Ausbildungsbetrieben verlagert. „Dies ist für den Harz nicht hinnehmbar,“ betonte Döring, „die Abwanderung junger Erwachsener stellt für unser Kreisgebiet eine der größten Herausforderungen der Zukunft dar, die nur mit einer auf die Probleme und Stärken des Harzes fokussierten Bildungspolitik bewältigt werden kann.“

Lothar Baumelt zeigte sich beeindruckt von der großen Motiviation in der Osteroder Bürgerschaft: „Bitte bleiben Sie auf Kurs. Die Bürger wollen und sollen selbst entscheiden, in welchem Landkreis sie wohnen wollen.“ Baumelt warnte auch davor, eine Debatte über die Zerschlagung des Landkreises könnte erneut aufflammen, wenn die Göttinger und Northeimer Kreistagsabgeordneten realisierten, dass ohne den Landkreis Osterode der Erhalt der Entschuldungshilfe für ihren Landkreis verloren ginge. „Das breite bürgerschaftliche Engagement im Landkreis Osterode zeigt uns mittlerweile, dass niemand ernsthaft ein solches Vorhaben ohne die Osteroder Bevölkerung würde durchsetzen können“, entgegnete Dr. Grammel, „Harzer sind stark, haben gute Ideen  und halten zusammen. Uns gibt es nur ganz – oder gar nicht. Wir sind auch kein Entschuldungsbeschaffer. Eine Teilung unseres Landkreises ist mit uns nicht zu machen“.

© BI „Für Osterode“

www.für-osterode.de

Bildmaterial:          BI „Bad Lauterberg“ bei der Unterschriftenübergabe,

                   Dr. Thomas Grammel, Eike Röger, Klaus Behling, Jon Döring