Bürgerinitiative „Für Osterode“ nimmt Stellung zur Position der Kreishandwerkerschaft

Bereits Ende Mai hatte sich die Bürgerinitiative „Für Osterode“ mit fusionsbedingten Auswirkungen auf die Handwerkskammern befasst.

Die Handwerkskammern unterliegen derzeit starken Umwälzungen. 2007 wurde die Fusion der Handwerkskammern Lüneburg-Stade und Braunschweig beschlossen, am 1. Januar 2009 wurde diese vollzogen. Diese Fusion verlief konstuktiv und problemlos, das Bildungs- und Betreuungsangebot blieb vollumfänglich erhalten. Da die Betriebe überwiegend postalisch, per E-mail oder Telefon mit den Kammern in Kontakt stehen, kann hier aus geographischen Gründen kein Nachteil bei der Kommunikation entstehen, selbst wenn man mit Braunschweig anstelle von Hildesheim arbeiten müsste. Im Übrigen ist mit weiterem Konsolidierungsdruck in der Zukunft zu rechnen, so dass keinesfalls sicher ist, dass der Zuschnitt der Kammern in den kommenden Jahren ohne Veränderungen bestehen bleiben kann.

Zur Höhe der Beiträge ist zu sagen, dass diese aus Grund- und Zusatzbeiträgen bestehen und  jährlich durch die Vollversammlung der jeweiligen Kammer im Rahmen einer Haushaltssatzung verabschiedet werden. Insofern kann die Aussage von Herrn Eggers, die Kammer Hildesheim-Südniedersachsen habe niedrigere Beiträge, nur für das jeweilige Haushaltsjahr gelten und ist aufgrund der zwei Beitragskomponenten abhängig von der jeweiligen Betriebssituation.

Für die Auszubildenden und Meisterschüler könnten sich jedoch auch Vorteile bei einer Fusion mit dem Landkreis Goslar ergeben. Es wäre für sie bei entsprechenden Vereinbarungen sicher nicht ausgeschlossen, sich trotz veränderter Kammerzugehörigkeit im Ausbildungszentrum in Hildesheim beschulen zu lassen. Durch die hervorragende Anbindung Osterodes an Braunschweig mit der Deutschen Bahn ist das Ausbildungszentrum des Kammerbezirkes Braunschweig-Lüneburg-Stade aber mindestens genauso schnell, wenn nicht besser erreichbar als Hildesheim.

Der von Herrn Eggers ins Feld geführten „allseits gelobten“ Installation eines gemeinsamen Geschäftsführers für die Kreishandwerkskammern Northeim und Osterode lagen nicht betriebswirtschaftliche Überlegungen zugrunde, sondern das außerplanmäßige Ausscheiden der ehemaligen Geschäftsführerin, Frau Hoffmannbeck, die nach dem Bekanntwerden der Inanspruchnahme von Werkleistungen in ihrem Eigenheim ohne die Erfüllung der üblichen sozialversicherungsrechtlichen Melde-, Beitrags- oder Aufzeichnungspflichten ihr Amt niederlegte.

Bleibt die Kritik, dass nach einer Fusion der Landkreise mit einem Wechsel der Kammerzugehörigkeiten die Mitglieder von Gremien oder Prüfungsausschüssen ihr Mandat oder ihren Einfluss verlieren könnten. Dies ist im Einzelfall sicherlich ein verständliches Problem und eine berechtigte Sorge.

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