BI fordert sofortige Wiederaufnahme der Verhandlungen mit LK Goslar

In die Freude über den ersten Bürgerentscheid in der Geschichte des Landkreises Osterode mischt sich bei den Vertretern der Bürgerinitiative „Für Osterode“ Ernüchterung. „Wir freuen uns und bedanken uns bei allen Unterstützern für die geleistete Arbeit“, so Dr. Thomas Grammel, „wütend macht uns jedoch nicht nur, dass der Termin zum Spielball politischer Interesse gemacht wird. Jetzt versuchen auch ewig Gestrige, den Inhalt des Bürgerbegehrens so auszulegen, als sei eine Fusion in einer kleinen Südvariante noch eine denkbare Lösung. Das wäre weder strategisch zielführend noch ist es von den Unterzeichnern des Bürgerbegehrens gewünscht.“

Jon Döring ergänzt: „Ich hatte nie Zweifel daran, dass der Bürgerentscheid zustande kommt. Ich bin auch sicher, die Bürgerinnen und Bürger werden zu jedem Zeitpunkt ihre Möglichkeit zur direkten politischen Beteiligung nutzen. Für mich ist aber unfassbar, dass die Verantwortlichen nun Zehntausende Euro verbrennen, weil der Bürgerentscheid nicht zusammen mit der Landtagswahl durchgeführt werden soll, offenbar aus Angst, bis zum 20. Januar kommen noch mehr Nachteile und Probleme eines Großkreises ans Licht. Die Bevölkerung sollte das nicht akzeptieren, abgesehen davon ist der Landkreis zu sparsamer und wirtschaftlicher Haushaltsführung sogar gesetzlich verpflichtet. Das Verhalten der politisch Verantwortlichen bedarf einer Klärung."

Tanja Biallas meint: „Durch eine sofortige Wiederaufnahme der Fusionsverhandlugen mit dem Landkreis Goslar könnte bis zum Landtagswahltermin auch die mögliche Harzer Lösung als von uns favorisierte Fusionsalternative kommuniziert werden. Wir gehen davon aus, dass die Bürgerinnen und Bürger die Chancen einer Harzer Lösung deutlich sehen und bei ihrem Votum über den Großkreis berücksichtigen.“