Deutliche Mehrheit gegen Großkreis - BI ist "Sieger der Herzen"

Mit mehr als 14.000 Wählerinnen und Wählern sprach sich eine deutliche Mehrheit von 58,4 % gegen einen Großkreis Südniedersachsen aus, während nur 9.987 Wählerinnen und Wähler, nämlich 41,5 %, der Fusionsoption mit Northeim und Göttingen ihre Stimme beim Bürgerentscheid gaben.

Die Initiatoren der Bürgerinitiative waren sehr erfreut, dass sich trotz der widrigen Witterungsbedingungen, fehlender oder zu spät zugestellter Stimmkarten, einer Reduzierung der Stimmbezirke sowie der Entkoppelung von Landtagswahl und Bürgerentscheid fast 40 % der Wahlberechtigten am Bürgerentscheid beteiligten. „Damit haben wir schwarz auf weiß, dass eine repräsentative Mehrheit keine Fusion mit Northeim und Göttingen wünscht“, erklärte Dr. Thomas Grammel am Abend des Bürgerentscheides.

„In anderen Bundesländern wäre damit die Großkreisfusion vom Tisch. In Niedersachsen ist das Quorum, die zu erreichende Ja-Stimmenzahl, leider sehr hoch. Daher ist es nun an den gewählten Volksvertretern, den eindeutig artikulierten Bürgerwillen in Politik umzusetzen. Aus unserer Sicht kann im Spiegel des heutigen Wahlergebnisses nur ein Abbruch der Großkreisfusion in Frage kommen“, interpretierte Jon Döring das Bürgervotum.

Die Initiatoren der BI bedankten sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern für die unermüdliche Arbeit und kündigten an, ihre Arbeit fortzusetzen und für einen gemeinsamen Landkreis aus Osterode und Goslar zu werben. „Die heutigen Resultate beflügeln uns, auch wenn wir das Quorum nicht erreicht haben“, erklärte Bernd Hausmann, „es zeigt sich, dass eine breite Mehrheit den Großkreis ablehnt und die Vorzüge einer Westharzfusion sieht. Bei den Wahlen zum niedersächsichen Landtag besteht die Möglichkeit, diese Präferenz auch in der Wahlentscheidung zu berücksichtigen.“