Westharz lässt alle anderen Reiseziele hinter sich

Der Harzer Tourismusverband (HTV) sieht jetzt nach Informationen der Goslarschen Zeitung den Westharz auf gutem Weg.  Hotels und Pensionen mit mehr als acht Betten verbuchten laut amtlicher Statistik einen Zuwachs von 5,5 Prozent.

Der Westharz lasse damit alle anderen Reiseziele in Niedersachsen hinter sich, erklärt HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt. Sie blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate.

Eine gute Wandersaison und die Adventswochen könnten das Ergebnis noch verbessern. Impulse verspricht sich der HTV außerdem von den Ferienwochen. „Hinzu kommt, dass bei günstiger Witterung bald schon die ersten Wintersportgäste in den Harz kommen“, sagt Schmidt der Goslarschen Zeitung.

Die Bürgerinitiative sieht sich in ihrer Einschätzung bestätigt, dass der Tourismus als Zukunftsbranche im Westharz weiter entwickelt und gefördert werden muss. Da es in einem Großkreis Südniedersachsen mit dem Weserbergland, dem Eichsfeld und dem Solling noch weitere Tourismusgebiete gebe, sei hier mit erheblichen Zielkonflikten zu rechnen, wenn es z.B. um die Verteilung von Fördermitteln gehe. Zudem sei die geplante Bündelung des Webauftritts unter www.goettingerland.de für den Harz inakzeptabel, erläuterte Dr. Thomas Grammel von der BI.

"Produktionsbetriebe können durch Standortverlagerungen Kosten senken, Standortgarantien gibt es so gut wie nicht mehr. Der Harztourismus dagegen findet vor Ort statt - eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ist hier undenkbar und schafft Ausbildung und Beschäftigung vor Ort", so Jon Döring von der BI, "wir haben uns mit diesen Perspektiven bereits im November 2011 in Themenpapieren auseinander gesetzt und die erheblichen Chancen des Cluster Tourismus für den Harz erkannt.